Negativfolie herstellen
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Da für die Cyanotypie Eisensalze verwendet werden, die nicht so lichtempfindlich sind wie Silbergelatine, kann kein Vergrößerungsapparat eingesetzt werden, sondern nur ein Objekt im Kontaktverfahren, z.B. auch ein Negativ. Das Negativ muss das Maß des Cyanotypiedruckes haben, also Maßstab 1:1.
Zuerst das Motiv im Bildbearbeitungsprogramm vorbereiten. Dies geschieht in mehreren Schritten: Als erstes erfolgt die Umwandlung in Schwarzweiß mit harten Kontrasten. Anschließend das Motiv spiegeln und schließlich in ein Negativ umkehren. Nun kann der Druck auf eine Overheadfolie erfolgen. Ich bevorzuge einen Tintenstrahldrucker, welcher über die zusätzliche Patrone „Fotoschwarz“ verfügt. Gute Druckergebnisse gibt es mit der Druckereinstellung „Foto Glanzpapier“. Die Folie schließlich trocknen lassen. Vorsicht: Die Druckseite der Folie nie mit feuchten Fingern berühren, sonst gibt es Fingerabdrücke auf der Folie! |
Es gibt verschiedene Apps, mit denen direkt aus einem Colorfoto eine Negativdatei erzeugt werden kann, z.B.:
https://www.jacquardcyanotype.com/
Alternativ kann auch ein Transparentpapier eingesetzt werden. Transparentpapiere sind jedoch nicht so stabil wie Overheadfolien und neigen dazu, sich im Drucker zu wölben, wodurch die Farbe verschmiert.
https://www.jacquardcyanotype.com/
Alternativ kann auch ein Transparentpapier eingesetzt werden. Transparentpapiere sind jedoch nicht so stabil wie Overheadfolien und neigen dazu, sich im Drucker zu wölben, wodurch die Farbe verschmiert.